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Schnauze voll - muss auch mal sein!

Fast 3 Jahre ist es her als ich begonnen habe mehr Wissen, statt Werbeslogans für Videos und Kurse zu verbreiten. Fast 2 Jahre lang haben viele Kollegen und Freunde zusammen mit mir immer wieder dasselbe erklärt. Dank Tools wie Sellics und AMALYZE konnten auch Daten sprechen und neben den Erfahrungen und dem Gesagten auch valide Unterstützung leisten.

 

 

Es verhält sich meist so, dass schlaue Leute selten dumme Dinge sagen! Nur sind Sie dabei weder öffentlichkeitswirksam oder verkaufsfähig. Dazu kommt das große Problem der Kausalitäten und Korrelationen. Was ist wirklich ursächlich für einen anzutreffenden Umstand!

 

 

Zudem ist es natürlich einfach Jahr für Jahr zu sagen, lasst Videos und erweiterte Inhalte erstmal weg und konzentriert euch auf die Basics, weil es nicht messbar ist! Man sagt das nicht ohne Grund, sondern aus jahrelangen Infos und Insides und Erfahrungen. Dann plötzlich werden Dinge wie Markenshops oder Videos messbar und alle wundern sich warum es so schlecht performt! Am Ende ist es nie schön zu sagen – „Ich habe es euch doch gesagt“

 

 

Die Aussagen nehmen aber aktuell sehr obskure Züge an:

 

"Damit lautet die alles entscheidende Frage: Wie lande ich mit meinem Produkt auf den ersten drei Seiten?"

 

Auf den ersten drei Seiten? Bitte was? Amazon hat häufiger Daten durchsickern lassen wie wichtig die ersten 3 Produkte sind bzw. Seite 1. Dem folgen dann häufig eher Filter und erneute Suchen als ein Klick auf eine andere Seite. Leider weiß niemand dazu genaues, außer vielleicht Amazon.

 

 

"Schätzungsweise 90 Prozent der Umsätze entstehen auf den ersten drei Seiten." Dann kann man auch sagen 100% der Amazon-Umsätze entstehen auf Amazon! Nicht einmal eine Quelle wird angegeben. Das klingt eher nach altem Google-Wissen. Zumal Amazon überwiegend mobil genutzt wird und somit Seiten nicht vorhanden sind. Dabei ist es wichtig zu verstehen das der Daumen gerne direkt scrollt bevor das Auge überhaupt etwas wahrnimmt. Aber auch Platz 1 – 3 sind mittlerweile dank der unterschiedlichen Ansichten und Anordnungen der Suchergebnisse auf dem Desktop nicht mehr absolut relevant.  Wichtiger sind Daten wie Umsätze unter bestimmten Suchanfragen. Dazu haben Tools wie AMALYZE zeitweise herausragende Gegendarstellungen aufzeigen können, insbesondere wie Umsätze über zig Keywords zustande kommen und eben nicht über ein paar wenige.

 

 

"Es steht bei Amazon nur ganz oben, was sich gut verkauft." "Aber auch Bilder, Kundenbewertungen, Anzahl der Stornierungen und der Lieferservice fließen in den Algorithmus mit ein."

 

Dann würden neue Produkte ja nie auf Amazon erfolgreich sein können! Hier kommt einer der schlimmsten Fehler überhaupt zum Tragen. Amazon positioniert nach Relevanz, bzw. mittlerweile auch „Amazon präsentiert“ genannt. Nicht mehr und nicht weniger. Die Faktorenvielfalt ist unübersichtlich und unbekannt. Doch schaut man sich die Zahlen über lange Zeiträume genau an findet man keine direkten Zusammenhänge. Weder die Bilder, Bewertungen noch andere Faktoren sind allein ursächlich.

 

 

Dabei werden dann gerne Klickrelevante Faktoren und Auffindbarkeitsrelevante Faktoren verwechselt oder vermischt. Der A9 tickt am Ende relativ simpel in 2 Stufen.

 

Erstens die Bestimmung der in Frage kommenden Produkte. Ist ein Hauptbild vorhanden? Warenbestand? Regionale Verfügbarkeit? Korrekte Zuordnung von Filtern und Kategorien bzw. Worten. Etc.

 

 

Zweitens werden die „übrigen“ Produkte in eine Reihenfolge gebracht. Dabei kommen dann Händlerbewertungen oder die Einzelproduktperformance hinsichtlich Rückläufer uvm. zum Tragen. Das reine Klick- und Kaufverhalten ist dabei wichtig. Aber nicht allein verantwortlich.

 

Versandkosten, hübsche Bilder oder die Anzahl oder der Schnitt der Bewertungen sind nur Klick- oder Entscheidungsrelevant für den Kunden führen zur Kaufentscheidung und sind damit nur in direkt für Sichtbarkeit verantwortlich, aber nicht direkt!

 

 

Allein der falsche Fokus auf die angebliche ConversionRate ist ein fataler Fehler. "Da Amazon nur die Produkte ganz oben rankt, die eine hohe Conversion-Rate ¬haben". Was hier genutzt wird ist die Angabe der Kennzahl „Prozentsatz Bestellposten pro Sitzung“, dabei kommen erhebliche Fehler in der Kennzahl selbst zum Vorschein. Es fehlen je nach Bericht zum Beispiel Traffickennzahlen und es wird nur auf Bestellungen und nicht Einheiten geschaut. Aber lest selbst: Die ganz harten Fakten hier - https://www.content-keyword-management.de/2017/08/10/conversion-rate-l%C3%BCge/

 

 

Arbeitet man sich durch das SellerCentral wird man schnell fündig - „Die Konvertierung misst, wie effektiv Sie einen Kunden davon überzeugen, Ihr Produkt in den Einkaufswagen zu legen.“

 

Alles in Allem ist es nicht relevant wie man welche Faktoren beeinflussen oder manipulieren oder optimieren kann. Jeden Tag stehen neuen Kunden auf und haben andere Anforderungen an Qualität oder Preis oder suchen anders.

 

 

Es gibt keine annähernd sauberen vollständigen Daten zu A9 – kein Experte kann das. Daten selbst sind auch nur eine Lösung, aber solange nicht alle Daten aller Produkte bekannt sind, gilt eben auch hier nicht alles gleich. Produktgruppen oder Kategorien performen anders und nix ist eins zu eins vergleichbar.

 

 

Verabschiedet Euch endlich von allgemeingültigen Aussagen zu Amazon, insbesondere ohne Quellen und ohne Daten. Findet ein funktionierendes System für Eure Produkte und versucht nicht anderen nachzureden oder deren Wege und Lösungen zu kopieren – sonst werdet Ihr nie besserer Ideen entwickeln oder schneller lernen!

 

Hier der Ausgangsartikel - https://www.internetworld.de/online-marketing/amazon/amazon-seo-komme-oben-1657984.html

 

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